Babylon – Strategie und Taktik

Hammurabi der BabylonierZivilisationsfähigkeit:
Die Babylonier legen auf ihre Hauptstadt und jede neu gegründete Stadt einen Befestigungsmarker, der nicht zum Limit gezählt wird. Wenn die Babylonier in Phase 5 eine Technologie erforschen, erhalten sie am Anfang der nächsten Runde kostenlos eine Technologie der Stufe 1.

Start-Technologie: Philosophie (Stufe 1)
Start-Regierungsform: Despotismus
Herrscher:Hammurabi

Um die Babylonier zu spielen braucht ihr Fame and Fortune.
Die Geschichte hinter der Zivilisation, sowie die Karten und den Zivilisationsbogen gibt es im Artikel „Neue Zivilisation: Die Babylonier„.

Generelle Strategie

Babylon hat neben Russland sicherlich die besten Chancen den Technologie-Sieg zu erreichen. Dennoch sollte man auch die militärischen und kulturellen Möglichkeiten unterschätzen.. Da man als Babylonier im Laufe des Spiels immer stärker wird, ist man generell daran interessiert den Spielverlauf hinauszuzögern. Jede Runde in der die Gegner nicht voran kommen oder das Ziel des stärksten Spielers wieder gestärkt wird, ist eine Runde für Babylons Weltraumsieg. Das bedeutet, daß die Spiele wahrscheinlich stärker auf Verhandlung und gegenseitiger Unterstützung bauen, als mit den normalen Zivilisationen.

Die Maya – Strategie und Taktik

Die Maya sind eine ausgewogene, leicht zum Kultursieg tendierende Zivilisation, die besonders in der Mitte des Spiels sehr stark werden. Durch die Nutzung von Hütten und Dörfern können sie sehr flexibel produzieren. Ihr größtes Problem sind sehr aggressiver Militärspieler, die sie schnell in viele kleine Kämpfe(und Niederlagen) verstrick.

Pacal von den Maya
Zivilisationsfähigkeit:
Zu Beginn des Spiels erhalten die Maya einen Investitionsmarker, den sie sofort investieren müssen. Zu Beginn jeder Runde können die Maya bis zu zwei eingenommene Hütten oder Dörfer ihren Städten zuordnen. Die Städte erhalten dann folgende Boni:
pro Hütte   : +2Handel und +2Produktion
pro Dorf     : +2Kulturtoken
Start-Technologie: Mystik (Stufe 2)
Start-Regierungsform: Despotismus
Herrscher: Pacal

Um die Maya zu spielen braucht ihr Fame and Fortune.
Im Artikel „Neue Zivilisation: Die Maya“ findet ihr Hintergrundinfos vom Schöpfer der Ziv, sowie die Zivilisationsbogen und die Startkarte.

Was spielt man gegen was?

Was Civilization: Das Brettspiel so interessant macht ist die Tatsache, daß man eine starke Interaktion mit seinen Gegnern hat. Auch wenn 2v2 und 3v3 Spiele ein wenig militärlastig sein können, so ist der 4v4 doch recht ausgeglichen. Hier meine Meinung zur Frage „wie spielt man am besten gegen einen Gegner, der …. macht:“


Gegen Militärspieler ist Kultur sehr stark. Deutschland, Russland und Rom sind sehr stark in der Offensive. Wenn man aber ersteinmal den Angriffszug gestoppt hat wird es zunehmend leichter sich gegen Angriffe zu wehren. Wenn man ein wenig Glück mit den Persönlichkeiten und Karten hat ist es für den Angreifer schwer genug Fahnen an die eigenen Städte zu ziehen, ohne daß diese weggeschoben werden oder desertieren.

Gegen Kulturspieler ist der ökonomische Sieg sehr stark, da man deutlich schneller an die Münzen kommt, als der Kulturspieler ans Ende des Kulturpfades. Dies wird sich zwar mit der Expansion ändern (der Kulturspieler bekommt Karten, die Münzen bei anderen zerstören), dennoch sollte man sogar Münzen sammeln und ein wenig militärisch aktiv werden können.

Gegen Münzspieler ist Militär sehr stark. Ein Münzsammler, der früh und gezielt angegriffen wird hat besonders gegen Deutschland kaum eine Chance wenn er nicht auch aufrüstet und so wichtige Aktionen nicht zum Münzerzeugen, sondern verteidigen benötigt.

Der Forschungssieg ist nur im Spiel, damit es nach 14 Runden zuende ist. Nur Russland hat realistische Chancen früher durch Forschung zu gewinnen, ansonsten ist der Forschungssieg das „sanfte Spielende“, weil irgendwann *jeder* den Weltraumsieg forschen kann.

 

Eure Meinung  ist gefragt: Was spielt ihr am liebsten, was denkt ihr ist besonders stark gegen was ?

Grundlagen: Der militärische Sieg

Im Gegensatz zu den anderen Siegbedingungen ist der militärische Sieg der einzige, der sofort das Spiel beendet. Man gewinnt genau in dem Moment in dem man eine beliebige gegnerische Hauptstadt einnimmt. Das Spiel ist dann sofort aus. Alle anderen Siegbedingungen werden am Ende der Runde aktiv. Dies macht ihn so kraftvoll und gefährlich für die Gegner. In knappen Spielen kann man so dem Gegner den Sieg vor der Nase wegschnappen.

Was muss man für einen militärischen Sieg beachten?

Der militärische Sieg ist am einfachsten im 3v3 zu erringen, gefolgt vom 4v4 und 2v2. Dies liegt daran, daß im 3v3 die Wege zu den beiden Gegner kurz sind und daran, daß man sich erst relativ spät entscheiden muss, wen man angreift. Zudem kann man mit einer in der Spielmitte plazierten Stadt eine gute Kontrolle über die gegnerischen Figuren entwickeln. Als Militärspieler sucht man sich dann den vermeintlich leichteren Gegner aus, das ist im 3v3 der Münz- oder -bedingt- der Kulturspieler.

Im 2v2 dagegen rechnet der Gegner eher mit einem Angriff. Im 4v4 kommt es auf die Nachbarn an, allerdings gilt hier der Grundsatz „die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde„. Dies sollte Grundlage für Tausch- und Bündnisse sein. Der schräg gegenüberliegende Spieler hat halt die selben beiden Gegner.

Was benötigt man für einen militärischen Sieg?

Die wichtigsten Faktoren sind die 3 Kräfte: Kraft, Raum und Zeit. Kraft sind die eigenen Armeefiguren und das stehende Heer, Raum ist die Entfernung und das Gelände auf dem gekämpft wird und dies geschieht in der Zeit. Alle 3 Faktoren kann man gegeneinander eintauschen: durch Rückzug gewinnt der Gegner Zeit bis die eigenen Truppen vor der Stadt stehen, durch Zeit gewinnt er Kraft, indem er Einheiten baut.

Ziel ist es den Gegner mit einer möglichst große Kraft möglichst schnell anzugreifen. Ein zweites Ziel ist es immer mit überlegenen eigenen Kräften schwächere Kräfte des Gegners anzugreifen und ihm so überproportionale Verluste zuzufügen.

Grundlagen: Der Ökonomische Sieg

Der Wirtschaft- oder ökomische Sieg ist eine weitere Möglichkeit das Spiel zu gewinnen. Um zu gewinnen muss man einmalig 15 Münzen gesammelt haben. Dieser Sieg wird daher auch Münzsieg genannt. Um die Münzen zu erhalten muss man einen sogenannten Münzmotor aufbauen. Als Münzmotor (coin engine) bezeichnet man das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien um jede Runde möglichst viele Münze zu erzeugen.

Drei Technologien erlauben es vom Gegner ungestört Münzen zu produzieren: Keramik, Demokratie und Druckerpresse. Mit Gesetzgebung kann man auch maximal 4 Münzen sammeln, allerdings muss man Kämpfe gewinnen (Barbarendörfer zählen dazu!). Für den Münzmotor benötigt man Handel und Kulturtoken. Die Kultur kann entweder über Städte gewonnen werden oder durch Weihrauch.

Für gegnerische Spieler ist es schwer einen ökonomischen Sieg zu stoppen, da Münzen auf Karten nicht mehr entfernt werden können. Wenn ein Spieler ca. 6 Münzen gesammelt hat und die anderen Technologien erforscht sind, dann dauert es in der Regel nur noch 2-3 Runden bis das Spiel zuende ist. Ein völlig ungestörter Spieler kann Ende der 8. Runde gewinnen. Theoretisch ist ein Sieg in der 7. Runde denkbar.

Wie kommt man am schnellsten an 15 Münzen?

Insgesamt gibt es 11 Wege um an die benötigten 15 Münzen zu kommen.

  • 4  Keramik
  • 4  Demokratie
  • 4  Druckerpresse
  • 4  Gesetzgebung (nach siegreichen Kämpfen)
  • 1  Rittertum (durch Feudalismus)
  • 1  Metallguß
  • 1  Öffentliche Verwaltung
  • 1  Computertechnologie
  • 3 Bankwesen (durch Banken)
  • Großer Persönlichkeiten
  • Panamakanal (Modernes Wunder)